odc & limango ab Oktober Partner: limango ist ein Online Marktplatz für Familien, der sich ab Oktober 2020 an das Fulfillment-Portal von odc anbinden lässt.

Kollaboration in der Otto Group: limango und odc

Der Onlinehandel ist ein komplexes Konstrukt mit vielen Beteiligten und unterschiedlichen Partnerlösungen. Gemeinsames Ziel aller Parteien ist dabei, ein bestmögliches Kundenerlebnis zu schaffen. Das erfordert nicht selten eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Oftmals gehen die Bemühungen Hand in Hand und die Zusammenarbeit stellt eine Win-Win-Situation für alle dar.

Genau dies war der Fall bei der Kooperation zwischen dem Marktplatz limango und dem Logistiker odc aus der Otto Group sowie dem ERP-Anbieter billbee und dem Händler Beweggrund. Seit Oktober dieses Jahres verkauft Beweggrund mit der Marke SkullCap erfolgreich auf dem Familien-Marktplatz. Wie das Projekt zustande kam und welche Herausforderungen es beinahe zum Erliegen brachten, erzählen Lennard Kressin, Head of Marketplace bei limango, Jonas Greven, Sales & Partner Manager bei odc, Sebastian Kroner, Partner Manager bei billbee und Christian Giersch, Gründer & Co-Geschäftsführer bei Beweggrund.

Marktplätze schaffen Win-Win-Situationen für alle Beteiligten
Marktplätze sind im Trend. Für Brands ist insbesondere die Erhöhung der eigenen Reichweite und die zusätzliche Umsatzquelle bei planbaren Provisionsgebühren und einem überschaubaren Risiko verlockend. Handelsplattformen stellen also oftmals eine attraktive Ergänzung zum eigenen Onlineshop dar.

In der Otto Group ist der Trend Marktplatz bereits vor langer Zeit eingezogen und resultierte in Kooperationen wie der des Logistik Start-ups odc mit dem OTTO Marktplatz. Da #Collaboration in der Group großgeschrieben wird, wird stets nach Synergien und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gesucht.

„Neben unserer Kooperation mit OTTO Market haben wir eine weitere große Chance in der Zusammenarbeit mit limango gesehen – für uns, limango und vor allem unsere Kunden“,

sagt Jonas Greven, Sales & Partner Manager bei odc.

Limango wandelte sich vor über drei Jahren vom Händler zu einer Plattform. Seitdem bietet limango zusätzlich Artikel von ausgesuchten Partnern im dauerhaften Sortiment an. Die resultierende Verfügbarkeit, Breite und Tiefe des Sortiments wären ohne das limango-Partnerprogramm nicht möglich. „Dabei bleibt das Shoppingerlebnis für Kunden unverändert: Es werden genau die Markenprodukte geboten, die den Bedürfnissen von Familien gerecht werden“, sagt Lennard Kressin, Head of Marketplace bei limango.

Limango

„Ein zentraler Erfolgsfaktor für den skalierbaren Ausbau unseres Marktplatzes ist ein technisches Set-up für die Anbindung einer Vielzahl an Partnern bzw. Kundensystemen über automatisierte Schnittstellen“,

ergänzt er. Der Vorteil dieser Standard-Integrationen liegt darin, dass nach einmaligem Entwicklungsaufwand (und Schnittstellenpflege) alle Händler und Marken mit dem entsprechenden System in kürzester Zeit darüber angebunden werden können.

Logistische und technische Multi-Channel-Lösung als Voraussetzung
Für Händler und Brands gilt es, vor dem Marktplatzeintritt entsprechende Rahmenbedingungen in Hinblick auf Technik und Abwicklung zu schaffen. Wer neben dem Direct-to-Consumer-Business weitere Verkaufskanäle hinzunimmt, hat in der Regel ein ERP-System und/oder eine „Übersetzungssoftware“ zwischen Plattform und dem eigenen System im Einsatz. So wird eine saubere technische Datenübermittlung zu und von verschiedenen Kanälen gewährleistet. Die Abwicklung des Fulfillments ist eine weitere Herausforderung.

„Viele Marken und Händler können keinen eigenen Direktversand an Endkunden durchführen – sie haben ihre Logistik ganz auf B2B ausgelegt.“

Für das Marktplatzgeschäft ist jedoch die Einhaltung bestimmter Vorgaben bezüglich Beilegern und Versandzeiten sehr wichtig“, so Lennard Kressin.

odc bietet daher eine Multi-Channel-Lösung und hat über Schnittstellen verschiedenste ERPs und Connectoren an die eigene Logistik-Plattform angebunden. Für diese Strategie bietet odc ein entsprechendes Mapping. „Unterschiedliche Marktplätze haben häufig spezifische Anforderungen beispielsweise an den Versand. Für Amazon Prime Sendungen muss DPD genutzt werden, Hermes oder DHL bei anderen Marktplätzen“, sagt Jonas Greven. odc unterstützt Kunden in ihrem Wachstum und beim Ausbau ihrer Multi-Channel-Strategie. Er unterstreicht:

„Unsere Kunden wachsen mit uns und wir mit unseren Kunden.“

Ein erster Case war gefunden: Fahrradhelme von SkullCap
Aus dem Kunden-Portfolio von odc wurde das Unternehmen Beweggrund als erster Case mit optimalem Fit zwischen Sortiment und Zielgruppe identifiziert und der Kontakt zu limango hergestellt. Beweggrund verkauft seit 2015 unter der Brand SkullCap Skater- und Fahrradhelme über den eigenen Onlineshop und Amazon. Die Helme definieren sich insbesondere über das stylische Design. „So kam auch unser treffender Slogan ‚Dein Helm, Dein Style, Du!‘ zustande“, sagt Christian Giersch, Gründer & Co-Geschäftsführer bei Beweggrund.

SkullCap

Seit 2019 lässt Beweggrund sein Fulfillment über odc abwickeln und schätzt die schnelle und zuverlässige Verarbeitung der Bestellungen. Die Bestellungen aus dem Shopify-Shop und Amazon laufen in das ERP-System billbee ein, das wiederum an die odc-Plattform angebunden ist. Allerdings gab es noch keine bestehende Schnittstelle zwischen limango und billbee, die jedoch die technische Voraussetzung für die Zusammenarbeit darstellte.

„Nun galt es, alle Parteien miteinzubeziehen und die technische Herausforderung gemeinsam zu lösen, damit unser Kunde schnellstmöglich die Vorteile des limango-Marktplatzes nutzen kann“,

sagt Jonas Greven.

Technische Tücken bei der Schnittstellen-Entwicklung
Das Ziel aller Parteien stimmte von Anfang an überein: „Die Abläufe sollen soweit es geht automatisiert werden. Nur so haben Händler und Marken Spaß und Erfolg beim Verkauf auf limango“, ist sich Lennard Kressin sicher. Dementsprechend wurde ein manueller Datenaustausch zu keinem Zeitpunkt erwogen. Für einen sauberen, automatisierten Datenaustausch musste eine Schnittstelle zwischen limango und billbee entwickelt werden. Dieser Entwicklungsaufwand lag primär bei billbee. Laut Sebastian Kroner, Partner Manager bei billbee, war die größte Herausforderung „beide Schnittstellen zu verknüpfen und die korrekte Datenübertragung in beide Richtungen sicherzustellen.“

Christian Giersch erinnert sich daran, wie das Herzensprojekt durch eine vermeintliche Kleinigkeit beinahe zum Erliegen kam. „Es gab Probleme mit der Übergabe des Versand-Carriers in den Systemen, was für die Übergabe der Tracking-Informationen wichtig ist. Das war sehr zeitverzögernd. Wir haben uns daran fast die Zähne ausgebissen.“ Schlussendlich konnte das technische Problem überwunden werden.

„Wir haben alle Entwicklerressourcen gebündelt und gemeinsam eine belastbare Lösung gefunden“,

berichtet Jonas Greven.

„Nachdem wir dann zusammen mit limango die Produktinformationen wie Bilder, Texte, Artikelnummern und -merkmale gemäß den Marktplatzanforderungen aufgesetzt hatten, konnte die Schnittstelle schließlich erfolgreich auf den Austausch der Auftragsinformationen getestet werden“, sagt Christian Giersch.

Den positiven Ausgang des Projekts führt Lennard Kressin vor allem auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit und „Hands-on-Mentalität“ zurück:

„Bei Partnerschaften ist es immer wichtig, dass alle Beteiligten denselben Mindset an den Tag legen und auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Mit odc, billbee und Beweggrund war genau dies der Fall.“

Fazit & Ausblick
Mit dem Verkauf auf limango kann Beweggrund das Marktplatzgeschäft diversifizieren und neue Kunden erreichen. Auch für limango bietet die Partnerschaft Vorteile: „Mit Beweggrund erweitern wir unser Sortiment im Bereich Helme – besonders in den Sommermonaten ist dies ein gefragtes Sortiment“, sagt Lennard Kressin. „Die Verkäufe bei limango liefen erstaunlich schnell an, die Schnittstellen zu billbee und odc funktionieren einwandfrei“, freut sich Christian Giersch. „Limango kümmert sich um die Verkäufe und odc um das Fulfillment. Ein Mehrwert für alle Seiten“, ergänzt er.

Limango

„Das Ziel ist ganz klar, noch weiteren Kunden von odc den Zugang zu limango und damit der attraktiven Zielgruppe Familie zu bieten.“

„Außerdem können wir Marken und Händlern ohne professionelle Endkundenlogistik, die auf limango verkaufen möchten, mit odc eine attraktive Option anbieten“, sagt Lennard Kressin.

„Wir freuen uns bereits, weiteren Kunden den Verkauf auf limango zu ermöglichen. Diese Partnerschaft passt nicht nur optimal in die Multi-Channel-Strategie bei odc, sondern verdeutlicht zudem, dass „Collaboration is key to success“ in der Otto Group gelebt wird“, so Jonas Greven.

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