Sahar_Berufsbild

#meetodc: Sahar Alimi-Claußen

Was macht eigentlich ein/e Product Owner/in? Heute stellen wir euch unsere Product Ownerin Sahar vor. Sie bildet die Schnittstelle zwischen den Entwicklern und allen Stakeholdern und sorgt für den wirtschaftlichen Erfolg der Produkte. Im Interview verrät uns Sahar, was an ihrem Job das Beste ist.

Wer bist Du?
Moin, ich bin Sahar und arbeite seit eineinhalb Jahren als Product Owner (PO) bei odc. Bereits während meines Ingenieurstudiums an der TUHH mit den Schwerpunkten Logistik, Infrastruktur und Mobilität, habe ich als Werkstudentin u.a. im Digital Lab von Hermes gearbeitet. Dort habe ich die agile Arbeitsweise in einem Startup kennengelernt und für mich erkannt, dass ich gerne so arbeiten möchte. 

Wie bist Du zur Logistik und zu odc gekommen?
Ich bin in Hamburg aufgewachsen und lebe – bis auf mein Auslandssemester in San Diego – seit 30 Jahren in Hamburg. Dadurch hatte ich schon immer den Bezug zur Logistik, zum Hafen und zum Handel, was mich bereits von klein auf beeindruckt hat. Nach meinem Abitur war mir daher klar, dass ich Logistik studieren möchte und das am liebsten in meiner Heimatstadt. 

Was sind Deine Aufgaben als Product Owner?
Als Product Owner bilde ich zusammen mit meinem Kollegen Henning die Schnittstelle zwischen dem Entwicklerteam und allen Stakeholdern, dazu zählen unsere Mitarbeiter als auch die Kunden. Im Prinzip sind wir dafür verantwortlich, Produkte zu bauen, die unsere Stakeholder lieben sollen. Dafür halte ich Rücksprache mit allen Beteiligten, analysiere deren Bedürfnisse und kommuniziere diese durch User-Stories an das Entwickler-Team. Im Product-Backlog werden alle Einträge gesammelt und von uns priorisiert. Dabei besteht die Kunst darin, die große Lösung des Problems in kleinere Teile zu schneiden, um die Komplexität bei der Entwicklung und beim Testen zu minimieren und zeitgleich kontinuierlich einen Mehrwert zu erzielen.

Jeden Morgen starten die Produktteams – also der Product Owner und die Entwickler seines Teams – mit einem Daily. Dort besprechen wir, was wir am Tag zuvor erreicht haben, was wir als Nächstes vorhaben und ob uns aktuell etwas blockiert. Außerdem reichen wir die gesammelten Anforderungen aus dem Product Backlog vorpriorisiert und im Product Department abgestimmt an unsere Entwickler weiter.

Was ist das Beste an Deiner Arbeit?
Besonders schätze ich an meiner Arbeit, dass ich mich in alle Unternehmensbereiche hineinversetzen muss, um die aktuellen Anforderungen verstehen zu können. Dadurch habe ich einen ganzheitlichen Blick auf das Unternehmen, die Probleme und die aktuellen Herausforderungen. Häufig lässt man sich hinreißen und beginnt sofort mit der Lösungssuche, bevor man das eigentliche Problem verstanden hat. Aber erst, wenn ich mich in die Perspektive der anderen hineindenken kann, verstehe ich die Probleme und kann mit der Lösungssuche beginnen. Diese Denkweise liegt mir und macht mir Spaß. 

Was sollte man mitbringen, um als Product Owner zu arbeiten?
Theoretisch braucht man nur Soft Skills, einen 360°-Blickwinkel und sollte in der Lage sein, schnelle Entscheidungen treffen zu können. Um die Kommunikation mit den Entwicklern besser gestalten zu können, ist ein gewisses technisches Grundverständnis von Vorteil. Allerdings muss man nicht programmieren können. Außerdem sollte man im Team für Fragen und Feedback zur Verfügung stehen, gerade auch für Entwickler, die häufig vor allem einen technischen Blick auf die Dinge haben. Nicht zuletzt sollte man nie die Vision aus dem Auge verlieren und immer an das große Ganze denken.

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