odc erklärt: „Welche Grundregeln der Logistik sollten im E-Commerce beachtet werden?“

Wer als Gründer in das E-Commerce-Business einsteigen möchte, sollte einige Punkte beachten, um nicht sofort wieder zwischen den Big Playern unterzugehen. Der Markt ist groß, die Konkurrenz stark und die Kundschaft wählerisch. Mit einigen Tipps wird der Start jedoch deutlich einfacher!

Folgende Regeln sollten Start-ups bereits im Vorfeld planen und beachten:

  1. Einwandfreie Lieferungen sind ein Muss. Die meisten Kunden erwarten im Online-Handel vor allem eins: eine schnelle und fehlerfreie Lieferung der Bestellung. Eine Barcodierung der Ware unterstützt Händler bei der Qualitätskontrolle und Identifizierung der Artikel. So vermeidest du das Risiko, dem Kunden falsche Ware zu senden.
  2. Im Lager auf Nummer sicher gehen. Sobald Artikelstammdaten nicht mehr auf aktuellem Stand gehalten und regelmäßig gepflegt werden, ist die Lieferfähigkeit womöglich gefährdet und es kann zu Lieferverzögerungen kommen. Mit einer sauberen Bestandsführung im ERP- oder Shopsystem garantierst du eine reibungslose und effiziente Auftragsabwicklung.
  3. Der Kunde entscheidet über die Zustellung. E-Commerce bedeutet Einkaufen, wann und wo man möchte. Gleichzeitig sollten Kunden entscheiden können, mit welchem Paketdienst die Ware zu welcher Uhrzeit verschickt und an welchen (Ablage-) Ort die Sendung zugestellt wird. Lasse deinen Kunden hier so viel Entscheidungsfreiheit wie möglich.
  4. Next-Day-Delivery. Bei großen Händlern gehört es bereits zum Standard – und erhöht damit den Druck auf kleine Händler. Je später der Cut-off, desto komfortabler für die Kunden. Eine wahre Königsdiziplin ist die Same-Day Zustellung über spezielle Lieferdienste wie Liefery und Co.
  5. Automatische Datenübertragung in Echtzeit. Sobald eine Bestellung im Webshop eingeht, muss diese zeitnah gepackt und an den Endkunden verschickt werden. Für einen reibungslosen Ablauf sollte die Datenübertragung daher automatisch und (nahezu) in Echtzeit ablaufen. Prozesse werden dadurch beschleunigt und die Notwendigkeit des manuellen Eingreifens minimiert.
  6. Auf transparente Kommunikation setzen. Kunden erwarten Versandinformationen im richtigen Maße und zum richtigen Zeitpunkt. Eine Bestellbestätigung, regelmäßige Benachrichtigungen zum Auftragsstatus sowie ein Tracking zur Sendungsverfolgung verbessern die Customer Experience.
  7. Nachhaltiges Handeln in der Logistikbranche. Bei den Endkonsumenten nimmt das Thema Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle ein. Mehr und mehr Händler setzen daher auf eine nachhaltige Unternehmensstrategie, die sich auch in der Logistik widerspiegelt. Sofern möglich, sollten Plastikverpackungen und -füllmaterial vermieden und grundsätzlich nicht mehr Verpackungsmaterial als notwendig genutzt werden.
  8. Multi-Channel-Strategien schaffen neue Möglichkeiten. Damit keine Abhängigkeit von einem einzigen Kanal entsteht und die Reichweite gesteigert werden kann, empfiehlt es sich, das E-Commerce Geschäft über mehrere Kanäle abzuwickeln. Beachte dabei, dass sowohl das eigene System als auch die Logistik über eine Multi-Channel-Fähigkeit verfügt.
  9. Internationalisierung im E-Commerce lohnt sich. Der Onlinehandel kennt keine Ländergrenzen. Gerade im Ausland wartet eine Vielzahl an attraktiven Märkten, die Händlern aus Deutschland viele Möglichkeiten bieten. Der internationale Versand lässt sich dabei auch problemlos von einem nationalen Standort steuern, ohne dass du über Lager im Ausland verfügen musst.
  10. Kapazitäten auch für wachsende Märkte bereitstellen. Vorhandende Kapazitäten reichen oft bei Peaks (Montage, Black Friday, Weihnachten) oder einem schnellen Wachstum an Bestellungen nicht mehr aus. Insbesondere kleinere Händler geraten bei Nachfrageschwankungen schnell an ihre kapazitiven Grenzen. Lege deine Logistikprozesse daher bereits frühzeitig auf ein skalierbares Wachstum aus.
  11. Einfache Retourenprozesse für Kunde. Retouren sind eigentlich für beide Seiten ein lästiges Thema – sowohl für den Händler als auch den Kunden. Wer jedoch als Onlinehändler keine einfache Retoure ermöglicht, läuft Gefahr seine Kunden zu verlieren. Besonders kundenfreundlich ist beispielsweise dem Kunden die Wahl zu lassen, mit welchem Paketdienstleister er zurücksenden möchte. Im Anschluss sollte die Gutschrift stets zeitnah ausgestellt werden.
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